Vorab eine wahre
Begebenheit, die erst kürzlich passierte. Eine Katzenhalterin
berichtet:
„Die letzten 4 Tage
waren für meinen kleinen Kater und mich die schlimmsten Tage, die
wir bisher miteinander erlebt haben. Ich möchte Euch davon
schildern, damit Ihr, sollte Euch dies auch widerfahren, alarmiert
seid!
Am späten
Dienstagabend, ich lag schon im Bett, kam unser Kater von seinem
Freigang nach Hause. Ich merkte sofort, dass etwas nicht stimmte: er
hatte weit aufgerissene Augen und seinen ganzen Körper durchliefen
Zuckungen. Man konnte sehen, wie es immer schlimmer
wurde,...Krämpfe, Speicheln, Panikattacken... Ich konnte ihn nur
noch im Nacken packen, gleichzeitig rief mein Mann beim Tierarzt an;
wir sollten sofort losfahren. Katerchen litt unter einer Art
epileptischem Anfall.
Die Minuten, bis wir
in der Praxis waren, waren der Horror. Der Kleine schlug ständig hin
und her in seiner Box, hatte völlig die Orientierung verloren.
Verschlimmernd kam hinzu, dass er Teile des Speichels in die
Luftröhre bekam, was ein ständiges Röcheln zur Folge hatte, seine
Schleimhäute waren schon bläulich.
Der Tierarzt erwartete
uns schon, als wir vorfuhren. Ich glaub, in dem Moment, als ich den
kleinen aus der Transportbox holte, hat er sich selber etwas
erschreckt. Mittlerweile hatte Katerchen sich vorne komplett
vollgespeichelt.
Der Tierarzt hatte
aufgrund der Beschreibungen am Telefon schon alle Medikamente
aufgezogen, und der Venenkatheter saß Gott sei dank auch beim ersten
Versuch. So konnte der Kater schnell die benötigten Medikamente
bekommen und er entspannte sich schnell.
Nachdem er
stabilisiert war, ein Röntgenbild ein Lungenödem ausschloss und er
an der Infusion hing, konnten wir das erste Mal durchatmen und uns
über die Ursache Gedanken machen. Hatte er etwas für ihn Giftiges
aufgenommen oder war es ein Autounfall (Schlag auf den Kopf,
Gehirnödem--> epileptiforme
Anfälle)?
An dem Abend konnten
wir es nicht 100%ig klären, jedoch waren äußerlich keine
Verletzungen zu erkennen, was eher für eine Giftaufnahme sprach.
Der Kleine musste
wegen Infusionen und zur Beobachtung noch 2 Tage beim Tierarzt
bleiben
Und jetzt kommt´s:
Gestern Abend rief mich unsere Nachbarin an, ihr Kater sei nach
Hause gekommen und sie beschrieb mir 100%ig die gleichen Symptome.
Bin dann dort vorbei gefahren (die Frau war völlig fertig), habe mir
nur noch den Kater geschnappt und bin so schnell wie möglich mit ihm
zu unserem Tierarzt gefahren. Haben ihn dann auch beruhigt bekommen
und plötzlich sehe ich, wie er lauter türkisfarbene Bröckchen
absetzt. Schneckenkorn!
Der Wirkstoff
Metaldehyd macht genau die Symptome, wie wir sie bei dem Kleinen und
der Nachbarskatze sahen. Jetzt wusste ich auch, was unserem Kater
passiert war.“
Wir möchten, weil ja
jetzt die Zeit der Gartenarbeit angefangen hat, darauf hinweisen!
Katzen nehmen ja
normalerweise so gut wie nie Gift direkt auf, im Gegensatz zu
Hunden. Schneckenkorn jedoch hat einen süßlichen Geschmack und die
Katzen werden förmlich davon angezogen.
Also bitte, verwenden
Sie kein Schneckenkorn mit Metaldeyd, es gibt unschädliche
Varianten, die Eisen-II-Verbindungen enthalten. Erwähnen möchten wir
noch, dass vom Schneckenkorn nicht nur die ungeliebten
Nacktschnecken, sondern auch die nützlichen Weinberg –und andere
Gehäuseschnecken getötet werden.
Es gibt unzählige
manuelle und biologische „Hilfsmittel“, die man gegen Schnecken
einsetzen kann, wie z.B.:
Schneckenzaun,
Bierfalle oder eine selbst gebastelte Schneckenfalle in Form von
Latten, die man zwischen den Beeten auslegt (darunter sammeln sich
die Schnecken und man kann sie problemlos einsammeln).
In Blumenbeeten kann
man vorzugsweise Pflanzen setzen, die Schnecken nicht mögen, wie
z.B. Lavendel, Storchschnabel, Thymian, Kapuzinerkresse,
Pfingstrose, Sommeraster, tränendes Herz, aber auch Gräser und
Rosen.
Mit im einschlägigen
Handel erhältlichen, ungiftigen Moosextrakt kann man sprühen.
