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Vorsorge
Für jeden Tierhalter sollte Vorsorge
selbstverständlich sein. Vorsorge treffen sollten Sie auch bei reiner Wohnungshaltung:
Balkone müssen durch Netze gesichert
werden, damit die Katze nicht hinunter springt oder gar fällt. Lassen Sie Ihre Katze in der Silvesternacht nicht nach draußen. Im Zuge von Altkleider- und Schuhsammlungen gab es in der Vergangenheit immer wieder vermehrt Vermisstenmeldungen über Katzen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Katze zu solch einem Zeitpunkt keinen unbeaufsichtigten Freigang bekommt. So vermeiden Sie, dass der Vierbeiner sich in einem der Sammelkörbe versteckt und womöglich unbemerkt mitgenommen wird. Machen Sie Fotos von Ihrer Mieze. Auffällige Abzeichen oder besondere Merkmale sollten sehr gut zu erkennen sein oder extra im Bild festgehalten werden.
Die Katze sollte mittels Chip oder
Tätowierung gekennzeichnet werden. Das erhöht bei eventuellem Verlust enorm
die Chance, sie wieder zu finden. Registrieren Sie die Katze nach der Kennzeichnung bei einem der Tiersuchdienste (Adressen siehe unten). Das ist kostenlos und bei Verschwinden der Katze werden Sie bei der Suche unterstützt. Maßnahmen Ist Ihre Katze entwischt oder verschwunden, sollten Sie folgendes tun: Suchen Sie als erstes in den eigenen Räumlichkeiten. Nicht selten passiert es, dass eine Katze in nicht oft genutzte Räume schlüpft und versehentlich eingesperrt wird. Kontrollieren Sie auch Schränke, Waschmaschine und Trockner. Dann suchen Sie leer stehende Häuser, Schuppen, Scheunen oder Gartenhäuser in der nächsten Umgebung ab. Befragen Sie Ihre Nachbarn und erbitten, dort in Keller, Garage oder Gartenhaus selber nachsehen zu dürfen. Viele Tiere sind Fremden gegenüber ängstlich; sie kommen dann nicht auf Rufen, sondern ziehen sich noch mehr im Versteck zurück. Generell sollten sich nur der Katze sehr vertraute Personen und Stimmen an der Suche beteiligen. Mehrere Familienmitglieder sollten nicht zusammen, sondern getrennt suchen, um das Tier mit Stimmengewirr nicht noch mehr zu verunsichern.
Befragen Sie, möglichst mit Foto, alle Personen, die sich in der Region auskennen: andere Katzenbesitzer, Hundeausführer, Zeitungsausträger, Briefträger und Müllmänner. Fragen Sie bei Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei an, ob ein Tier nach Ihrer Beschreibung aufgefunden oder gebracht wurde. Melden Sie das Verschwinden Ihrer Katze beim Tierschutzverein und suchen Sie im Tierheim. Überzeugen Sie sich dort vor Ort selbst davon, ob Ihr Tier eventuell abgegeben wurde. Das ist effektiver für Sie und die Mitarbeiter des Tierheims als ein Anruf mit Beschreibung des Tieres. Geben Sie ein Foto der vermissten Katze im Tierheim ab und gehen Sie mindestens 1 x wöchentlich dorthin. Wenn Sie einen Besuch zu den Öffnungszeiten nicht einrichten können, vereinbaren Sie telefonisch einen Besuchstermin. Aus Erfahrung haben die Tierheim-Mitarbeiter volles Verständnis für Ihre Sorge und werden Ihnen bestimmt mit einem Termin entgegenkommen. Fertigen Sie Suchmeldungen an mit Foto und sehr genauer Beschreibung der Katze, damit auch Nicht-Katzenkenner das Tier erkennen können. Unter einer hervorstechenden Überschrift sollten folgende Angaben gemacht werden:
Wann und wo entlaufen,
Aussehen: Nennen Sie eine Telefonnummer, unter der Sie jederzeit erreichbar sind. Sie können auch eine Belohnung aussetzen. Aber zum Schutz vor skrupellosen Menschen, die es leider auch gibt, setzen Sie bitte keinen genauen Betrag ein. Diese Suchmeldungen hängen Sie weiträumig (auch Stadtteile oder Nachbargemeinden) an vielen öffentlichen Plätzen aus, wie z.B. Supermärkte, Bushaltestellen, Schulen, Stromkästen, Bäume, Laternenmasten, Bäckereien, Apotheken, Post. Geben Sie ein solches Plakat auch bei den Tierärzten in der Umgebung und im Tierheim ab. Informieren Sie den oder die Tiersuchdienste, bei denen Ihre Katze registriert ist. Diese Organisation(en) ist/sind deutschlandweit bei der Suche behilflich. Machen Sie diese Suchmeldungen wieder rückgängig, wenn Ihr Tier gefunden wurde oder Sie wissen, was mit ihm geschehen ist. Inserieren Sie in der Tageszeitung und sehen Sie selbst die Fundanzeigen in Zeitungen und im Internet durch. Suchen Sie parallel weiterhin selbst; vorzugsweise in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Zu diesen Zeiten fallen die lauten Tages- und Verkehrsgeräusche weg, so dass die Katze Ihr Rufen besser hört. Auch Sie selber nehmen zu diesen Zeiten ein eventuell klägliches Maunzen sehr viel besser wahr. Machen Sie zusätzlich zum Rufen ein der Katze bekanntes Geräusch, z.B. klappern mit Leckerchen oder Trockenfutter in einer Schachtel. Falls Ihre Katze verschreckt oder gar verletzt ist, wird sie nicht sofort angelaufen kommen. Gestalten Sie Ihre Suche daher langsam und vorsichtig und nicht im Laufschritt. Bleiben sie längere am gleichen Ort und achten Sie auf leise Geräusche wie das Rascheln in einem Gebüsch oder auf einem Baum.
Fragen Sie nach Futterplätzen für
freilebende Katzen und suchen Sie dort immer wieder. Diese Stellen werden
sehr häufig zum Anziehungspunkt für entlaufene Hauskatzen.
Kontaktadressen von kostenlosen Tierregistern
TASSO e.V.
TASSO-Notruf-Zentrale (täglich 24
Stunden erreichbar)
Deutsches Haustierregister des
Deutschen Tierschutzbundes
Auch für Hundehalter ist Vorsorge sehr wichtig. Dazu zählt, dass das Tier gekennzeichnet wird mit einem Chip, zumindest aber mit einer Tätowierung. Ferner sollte der Hund fotografiert und besondere Merkmale sollte extra im Bild festgehalten werden. Die anschließende Registrierung bei einem der Tiersuchdienste (Adressen siehe ganz unten) ist kostenlos. Zusätzlich zur Steuermarke sollte Ihr Hund eine Adressmarke mit Telefonnummer am Halsband tragen. Lassen Sie Ihren Hund nie ohne Aufsicht irgendwo angebunden. Zur Vorsorge zählt auch das Aufpassen des Tierhaltes, dass der Hund nicht durch die Haustüre oder ein geöffnetes Fenster im Erdgeschoß entwischt. Der Garten muss ausbruchsicher eingezäunt sein. In der Sivesternacht sollte das Tier nie ohne Aufsicht ins Freie. Maßnahmen
Ist der Hund im unbekannten Gelände
entlaufen, wartet man am besten an der Stelle, wo man ihn zuletzt gesehen
hat. Der Orientierungssinn macht es dem Hund möglich, dorthin zurück zu
finden. Wenn möglich, sollte zusätzlich zu Hause jemand warten, denn es
haben sich schon Hunde aus den entlegensten Gebieten auf den Heimweg
gemacht.
War Ihre erste Suche nach dem Tier erfolglos, unternehmen Sie möglichst schnell die folgenden Schritte: Melden Sie das Verschwinden des Hundes umgehend bei den umliegenden Tierheimen. Geben Sie eine exakte Beschreibung des Tieres und nach Möglichkeit zumindest 1 Foto ab. Ist Ihr Hund auf anderem Weg wieder nach Hause gekommen, unterrichten Sie bitte die Tierheime davon, damit Ihre Suchmeldung wieder gelöscht werden kann. Außerdem benachrichtigen Sie Polizei, Gemeinde und Feuerwehr. Ist eine Autobahn in der Nähe, verständigen Sie auch die Autobahn-Polizei. Anzuraten ist, dort auch öfter anzurufen, falls die Info beim Schichtwechsel verloren ging. Ach hier bitte Bescheid geben, wenn Ihr Vierbeiner wieder gefunden wurde. Benachrichtigen Sie die Jagdpächter der umliegenden Reviere (Zuständigkeiten können Sie bei der Gemeinde und/oder der Polizei erfragen), damit Ihr Hund nicht als potentieller Wilderer verkannt wird. Fragen Sie bei den Tierärzten in der Umgebung nach für den Fall, dass der Hund einen Unfall hatte und evtl. dorthin gebracht wurde. Auch dort ist eine Beschreibung mit Foto vorteilhaft.
Auf diesen Plakaten muss eine ganz genaue Beschreibung des Hundes sein (Rasse, Farbe, Alter, Halsband, ob Tätowierung oder Chip vorhanden ist, besondere Kennzeichen oder Merkmale), ein Foto des Tieres und Ihre Telefonnummer(n), unter der Sie jederzeit zu erreichen sind. Im besten Fall sprechen Sie auch Briefträger, Busfahrer und Taxifahrer an und geben auch dort ein Suchplakat ab. Machen Sie Meldung beim Tiersuchsuchdienst, dass Ihr Hund entlaufen ist. (TASSO, z.B. bietet auch den Service, Suchplakate von dem vermissten Tier herzustellen.) Angebracht ist ebenso ein Inserat in der Tageszeitung mit Ort und Datum des Entlaufens. Wenn es einen Radiosender für Ihre Region gibt, können Sie dort um eine Vermisstendurchsage bitten. Kontaktadressen von kostenlosen Tierregistern
TASSO e.V.
TASSO-Notruf-Zentrale (täglich 24
Stunden erreichbar)
LUPO-Tiersuchregister
Wer ein Tier gefunden hat, hat folgende Möglichkeiten: Wenn Sie entsprechende Hinweise von Suchmeldungen haben, setzen Sie sich mit dem Besitzer in Verbindung. Benachrichtigen Sie das Haustierregister. Bringen Sie das Tier ins Tierheim. Ein verletztes oder augenscheinlich krankes Tier bringen Sie bitte zum Tierarzt Hängen Sie Zettel oder Fundplakate in der Gegend aus. Schalten Sie eine Anzeige in der Tageszeitung.
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