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Der Glaube, jede Katze müsse mindest einmal im Leben
Mutter werden, entbehrt jeder Grundlage und ist zudem medizinisch nicht
haltbar. Aus Sicht des Tierschutzes gibt es nur die sinnvolle
Möglichkeit der Kastration kurz vor der Geschlechtsreife im Alter ab 5 Monaten. Warum sollten Katzen kastriert werden? Katzen sind sehr fruchtbar; schätzungsweise gibt es
in Deutschland mehrere Hundertausend frei lebende Katzen. Rein
rechnerisch könnte eine unkastrierte Katze in 10 Jahren bei 12 Welpen
pro Jahr 80 Millionen Nachkommen haben. Aber
was passiert mit dem Nachwuchs? Katzen verwildern in einem für sie unnatürlichen
Lebensraum. Sie sind den Gefahren in einer vom Menschen bestimmten Welt
ausgesetzt: Zigtausend Streuner werden jährlich abgeschossen; mehrere
Hunderttausend werden ertränkt, erschlagen oder sonst wie getötet. Etliche
Tausend leiden und erliegen schweren Infektionskrankheiten und Seuchen. Außerdem können unkastrierte Kater immens weite Strecken
zurücklegen und rennen im Liebesrausch über Straßen. Dabei verlieren unzählige
Tiere ihr Leben. Zirka 100.000 Katzen landen jährlich in deutschen
Tierheimen Erwähnt werden muss auch das Inzuchtproblem
verantwortungsloser Katzenvermehrer. Meist gehen dadurch ganz arme Kreaturen hervor, die kein
gesundes und artgerechtes Leben führen können. Verhalten Der geschlechtsreife Kater markiert sein Revier. Dazu
gehört selbstverständlich auch die Wohnung, in der er aufwuchs und lebt. Wird die Kastration hinausgezögert, kann es sein, dass der
Kater dieses Verhalten auch später beibehält (Harnmarkieren). Kein Mensch kann und möchte auf Dauer mit diesem Geruch
leben. Die rollige Katze schreit tagelang nach liebesbereiten
Katern. Wird sie dauerrollig, weil sie nicht gedeckt wird, leidet das Tier
sichtlich und hörbar. Zudem endet das Ganze in einer nervlichen Zerreißprobe für
den Menschen. Mit der Kastration nimmt man den Tieren nicht die
Lebensfreude, weil sie triebgesteuert sind und keine bewusste Libido haben. Gesundheit Unkastrierte Kater müssen ständig ihr Revier verteidigen.
Dadurch kommen sie nicht nur regelmäßig mit schlimmen Verletzungen nach Hause,
sondern die Gefahr ist sehr groß, dass sie sich mit nicht heilbaren
Infektionskrankheiten wie Katzenaids und Leukose anstecken. Bei Kätzinnen werden diese beim Deckakt durch den
Nackenbiss übertragen. Zudem erkranken unkastrierte Katzen häufig an
Gebärmutter-Infektionen und Gesäuge-Tumoren. Reine Wohnungskatzen und -kater versuchen permanent in die
Freiheit zu entwischen, um ihre Triebe ausleben zu können. Schon allein dieser
Dauerstress ist nicht gesund. Lebenserwartung Unkastrierte Katzen haben eine erschreckend geringe
Lebenserwartung. Neuesten wissenschaftlichen Studien zufolge erleben Kater
kaum ihren 3. Geburtstag: Katzen werden höchstens 5 Jahre alt. Die Kastration „Sterilisiert“ werden Katzen in der Regel nicht mehr, weil
dann die Hormonproduktion und somit auch der Geschlechtstrieb erhalten bliebe Unter Kastration versteht man das Unfruchtbarmachen der
Tiere. Bei einem Kater werden die Hoden durch einen kleinen
Schnitt im Hodensack entfernt. Der Hodensack bildet sich zurück, so dass er
später kaum noch zu sehen ist. Bei einer Katze werden Gebärmutter und Eierstöcke mittels
Bauchschnitt entfernt. Die kleine, nur 2-3 cm lange, Wunde wird mit wenigen
Stichen vernäht; die Fäden müssen nach 10 Tagen gezogen werden. Dank ausgefeilter Operationstechniken ist die Kastration
heute schon ein Routineeingriff geworden. Danach In der Regel werden die Katzen häuslicher; vor allem Kater
werden zugänglicher, wenn nicht gar verschmust. Auf die Gesundheit wirkt sich die Kastration im Normalfall
n i c h t negativ aus. Der Jagdtrieb bleibt voll erhalten, nur der
Geschlechtstrieb fehlt. Das heißt aber nicht, dass das Tier nun automatisch träge
und dick wird. Wenn es nun weniger Energie verbraucht, ist Ihre Aufmerksamkeit
als Katzenbesitzer gefragt. Bei genügend Bewegung und mit einer ausgewogenen Ernährung
bleiben Katze und Kater auch nach der Kastration schlank. Die Kastration ist also von Vorteil für alle Beteiligten –
Katze und Mensch. |
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