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Unsere Katzen
Auch in unserem Tierheim leben zur Zeit einige Samtpfoten, die
keinen oder wenig Kontakt zu den Menschen suchen. Für diese
trotzdem liebenswerten Stubentiger suchen wir immer wieder
landwirtschaftliche Anwesen, wie z. B. Reiterhöfe, wo ihnen
Futter geboten wird, sie aber sonst ihre Ruhe haben.
Sorgenkind
Susi sucht dringend nach fachkundiger
Unterstützung, die Verständnis für Susis
schwierige Situation aufbringt. Gerne würden
wir Susi eine Patenschaft vermitteln, die
ihr das Leben so angenehm wie möglich
gestaltet.
Fritz ist seit seinem Eintreffen im
Tierheim ein dauerhafter Sorgenfall. Bereits
in den ersten Tagen fiel uns ein trockener
Husten bei ihm auf, ohne Ausfluss oder
Niesen. Nach einer Blutuntersuchung kam dann
das traurige Ergebnis. Fritz hatte
irgendwann Kontakt mit dem Coronavirus. Das
hat bei ihm zu einer Verkapselung von
Lungengewebe geführt, was wiederum seine
Atemluft und Lungenkapazität einschränkt.
Dadurch entsteht der immer wieder
auftretende Hustenreiz. Das heißt für Fritz
dauerhaft Wohnungshaltung, evtl. mit
Freigang auf Balkon oder mit Leine.
Friedrich gehört
zu den großen Sorgenkindern im Tierheim. Er
sollte trotz seiner sozialen Einstellung
Artgenossen gegenüber unbedingt einzeln gehalten
werden. Friedrich hat gelegentliche
Schnupfenphasen, die antibiotisch behandelt
werden müssen, aber scheinbar nicht ansteckend
sind. Sein größtes Problem aber ist sein nicht
endender Hunger. Egal wie viel Futter zur
Verfügung gestellt wird.
Mia wurde
in der Nähe eines Bauernhofes gefunden und
war zu diesem Zeitpunkt schon sehr schwer an
Katzenschnupfen
erkrankt. Uns ist es gelungen ihren
Allgemeinzustand zu verbessern und zu
halten, aber Mia ist sehr empfindlich. Sie
lässt sich nur sehr ungern einsperren, aber
vor jedem Gang in die Sonne müssen ihre
Ohren mit Sonnenschutz eingecremt werden.
Auch bei Hautproblemen durch Milben
verursacht steht sie gerne mal an vorderster
Front. Trotzdem ist Mia ein echter Schatz.
Mieze ist eine sture, sehr
charakterstarke Freigängerkatze, die in
ihrer bisherigen Familie für Konflikte
gesorgt hat. Bei uns abgegeben wurde sie, da
sie zuhause unsauber war und einige
Gegenstände markiert hat. Bisher können wir
dieses Verhalten nicht bestätigen, in
unserem Katzenraum benutzt Mieze
ausschließlich die Katzentoilette.
Garfield ist eine liebenswerte ältere
Diva, die einen ganz eigenen Charakter hat.
Sie lebte zusammen mit Kater Felix bei einer
Rentnerin und ist daher sehr auf eine Person
bezogen. Es fällt ihr schwer, sich mehreren
Menschen zeitgleich zu öffnen. Außerdem ist
Garfield sehr wählerisch, sowohl bei den
Streicheleinheiten, als auch bei der
Futterwahl und den Leckerchen.
Trixie
gehört zu unseren gesundheitlichen
Sorgenkindern. Einerseits ist sie die
aufgeweckte kleine Katze, die sie sein
sollte, andererseits hat sie durch einen
Hornhautdefekt Seheinschränkungen, was sie
schreckhaft, manchmal sogar scheu wirken
lässt.
Karamel wird von uns auch
liebevoll Mauli genannt. Sie hat absolut
ihren eigenen Kopf und neigt etwas zu
Stimmungsschwankungen. An manchen Tagen
klebt Karamel an uns wie eine Klette und
jeder Stubentiger, der um Streicheleinheiten
konkurriert, wird weggeprügelt; an anderen
Tagen werden wir weggejagt, weil Madame
allein besser zurecht kommt.
Wir glauben, dass Karamel
deutlich ausgeglichener ist, wenn sie
Freigang genießen darf und nicht mit anderen
Stubentigern teilen muss.
Franz gehört zu den Katern in den besten
Jahren. Er tauchte irgendwann an einer
unserer Futterstellen auf, war zwar
kastriert, aber völlig verwahrlost. Franz
hatte völlig vereiterte Ohren und Zähne, war
übersäet mit Zecken und Flöhen und musste
daher über Wochen in der Quarantäne
behandelt werden.
Inzwischen ist Franz genesen, hat aber
einen leichten Herzschaden davon getragen,
vermutlich, weil ihm viel zu spät
geholfen werden konnte. Medikamente benötigt
er derzeit noch nicht.
Franz lebt jetzt mit einer Gruppe Katzen
in unserem Tierheim und möchte gerne in ein
eigenes Zuhause ziehen, in dem er alleine
wichtig sein darf und ihm auf jeden Fall ein
Garten zur Verfügung steht. Aber bitte mit
warmen Heizungsplätzen und ausreichend
Kuscheleinheiten.
Robert ist ein gestandener Kater aus
einem unserer Ortsteile. Vor etwa zwei
Jahren hatte Robert einen Autounfall, in
dessen Folge das rechte Hinterbein nach
einem Bruch des Oberschenkels verkürzt ist.
Für Robert ist dies keinerlei Einschränkung,
er kann klettern und springen wie jede
andere Katze.
Brahms gehört zu den schüchternen
Katzen im Tierheim. Brahms ist zwar
sehr neugierig, benötigt aber die
Verstärkung einer ebenfalls
neugierigen, aber zutraulicheren
Katze, die ihm immer voraus geht. Er
ist sehr verspielt, allerdings meist
nur dann, wenn er sich unbeobachtet
fühlt. Mit den Menschen spielt er
nur dann, wenn diese sich ruhig
verhalten und alle anderen Katzen im
Raum ebenfalls keine Scheu zeigen.
Bonaparte ist ein zurückhaltender
Kater, der lieber erstmal abwartet,
was das Leben so mit sich bringt.
Wenn er mit seinen Katzenkumpels
alleine im Raum ist, spielt, tobt
und bewegt er sich wie jede junge
Katze. Sobald aber ein Mensch dazu
kommt bleibt er sitzen und wartet
ab.
Bailey ist unter seinen
Geschwistern der Spätzünder. Er
braucht am längsten, um sich an die
Anwesenheit des Menschen zu
gewöhnen.
Mikesch ist ein junger Haudegen, der sich
selber ein neues Zuhause suchen wollte.
Dieses war allerdings schon von einer
anderen Katze bewohnt, die nicht mit Mikesch
teilen wollte.
Belinda wurde in der Innenstadt gefunden
und war zu dem Zeitpunkt des Auffindens
schon kurz vor der Niederkunft. Nachdem ihre
Jungen ausziehen, sucht Belinda ein neues
Zuhause mit Freigang und vielen
Schmuseeinheiten. Belinda hat sich so
aufopferungsvoll um ihre Jungen gekümmert,
dass sie selber erstmal viel Ruhe und
Unterstützung seitens der Menschen benötigt.
Belinda kommt mit Artgenossen und Kindern
gut zurecht, auch auf Hunde reagiert sie
nicht abwehrend, was den Schluss zulässt,
dass Belinda aus einem lebhaften Zuhause mit
vielen menschlichen und tierischen
Mitbewohnern stammen könnte.
Charmeur und Carmen sind Geschwister
von einem Bauernhof, auf dem die Katzen
zuviel wurden. Anfangs waren beide
Stubentiger sehr scheu, ließen sich gar
nicht anfassen, nur unter Zwang. Maxima und Morle sind nur schwer zu
trennende Geschwister, deshalb haben wir
uns entschlossen, die zwei möglichst
gemeinsam zu vermitteln. Nach kurzer
Eingewöhnung werden die Beiden, anfangs
zurückhaltenden Katzen, zugänglich und
verschmust. Maxima ist die frechere und
fast draufgängerische Katze, die Morle
immer mit ins Schlepp nimmt. Morle
braucht eine etwas längere
Warmlaufphase, in der sie allerdings
genau wie Maxima schon sehr verspielt
ist. Beide haben einen hohen
Bewegungsdrang und kennen bisher keinen
Freigang. Sie könnten also durchaus als
Wohnungskatzen gehalten werden. Kinder
kennen die beiden Katzen schon, vor Hunden haben sie
Angst und mit älteren Artgenossen sind
sie ebenfalls vertraut. Luna ist eine sehr unterhaltsame
Katzendame, die es faustdick hinter den
Ohren hat. Sie ist anderen Stubentigern
gegenüber einfach nur frech und herrisch,
deshalb sollte Luna unbedingt ein Zuhause
für sich alleine haben. In diesem Zuhause
sollte Luna allerdings möglichst Freigang
genießen dürfen, damit sie etwas ausgelastet
wird. Gelegentlich neigt Luna zu
Übersprungshandlungen, das heißt sie kommt
kuscheln und plötzlich wird es ihr zuviel
und sie kneift. Allerdings macht Luna das
Verhalten durch ihren Charme und Witz wieder
wett. Bacardi ist als einzige Katze aus ihrem Wurf
noch im Tierheim. Ihre Mutter kam bereits
tragend zu uns und für einen Eingriff war es
schon zu spät. Bacardi ist sehr verspielt,
manchmal auch verschmust, aber immer für
Schabernack mit ihren Zimmergenossen zu
haben. Leah
ist eine sehr stürmische Katzendame, die mit
ihren fünf Jungen in einem Karton auf eine
stark befahrene Straße gestellt wurde. Wohin
das hätte führen sollen, wenn nicht
aufmerksame Menschen sie gefunden und
aufgenommen hätten, ist wohl jedem klar. Wolke ist eine manchmal schüchterne
junge Katze, die sehr gerne kuschelt,
aber nicht von alleine auf den Mensch
zugehen würde. Sie hat auf dem
Campingplatz, auf dem sie gefunden
wurde, einige negative Erfahrungen
machen müssen. Wir wissen sicher, dass
sie von einigen Menschen verjagt wurde
und auch ein Hund hinter ihr her war.
Das alles hat dazu geführt, dass Wolke
nur langsam Vertrauen fassen kann.
Kinder sind Wolke viel zu hektisch und
erwachsene Katzen versetzen sie in Angst
und Schrecken, da versteckt sie sich mit
Gefauche und Geknurre. Wolke sollte
zumindest in der ersten Zeit nur im Haus
gehalten werden, da sie einige Zeit zum
Eingewöhnen brauchen wird. Als
Gesellschaft für Wolke käme ein
Artgenosse im gleichen Alter in Frage. Pepsi und Snoopy sind zwei dreijährige
Kater, die noch nie getrennt waren und
bei uns sehr aneinander hängen. Sie
liegen häufig zusammen, putzen sich
gegenseitig und wo der eine hingeht, da
läuft der zweite sofort hinterher. Die
beiden Kater wurden aus privater
Wohnungshaltung abgegeben, da sie beim
Umzug nicht mitdurften. Lucky ist ein frecher
junger Kater, der mit seinen
Geschwistern gefunden wurde. Lucky ist
ein echter Draufgänger und geht immer
voran. Seine Geschwister sind manchmal
genervt von seinen spielerischen
Stänkereien und Neckereien. Kitty ist eine dynamische, draufgängerische
Katze, die abgegeben wurde, weil sie
unbedingt den Freigang sucht. Ihre
Vorbesitzer wollten ihr diesen auch gerne
gewähren, allerdings verwechselte Kitty
Nachbars Sandkasten immer mit einem
Katzen-WC. Dies führte zu erheblichen
Spannungen, die darin gipfelten, das man
Kitty nach dem Leben trachtete. Also
entschlossen sich die Vorbesitzer
löblicherweise, der jungen Katze in einem
anderen Umfeld eine Überlebenschance
zuzugestehen. Clemens wurde ebenfalls von seinen
ehemaligen Besitzern beim Umzug nicht
mitgenommen. Wie auch Calendula soll er ein
Freigänger sein, davon weiss Clemens aber
auch nichts. Am liebsten hat er seine Ruhe
auf der Heizung oder der Couch und lässt
sich weder von Artgenossen noch von
Besuchern aus der Fassung bringen. Tom wurde im Tierheim abgegeben ohne
einen wirklichen Grund anzugeben. Die
Vorbesitzer wollten ihn einfach nicht mehr
im Haus haben. Tom soll ein Wohnungskater
sein, da er aber unsere Außengehege kennen
gelernt hat, denken wir, dass Tom in seinem
neuen Zuhause beides, Wohnung und Freigang,
geboten werden sollte. Tango gehört zu den absolut
pflegeleichten Anfängerkatzen. Seine
Vorbesitzerin zog um, und ließ ihn gemeinsam
mit Molly einfach mal zurück. Wen
interessiert das schon. Molly ist eine wunderbar bequeme und völlig
entspannte Katze. Sie hat keinerlei Probleme
mit Artgenossen, Kindern oder anderen
Haustieren wie zum Beispiel Hunde. Horatio ist ein sehr verschmuster
und anhänglicher Kater. Er wurde in
Bad Wildungen an einem
Einkaufszentrum gefunden, wo er
schon einige Wochen zuvor
aufgefallen war. Regelmäßig
plünderte Horatio die Biotonnen der
Nachbarn, war dabei aber so unstet,
dass wir seiner erst Wochen später,
als es anfing ihm schlechter zu
gehen, habhaft werden konnten. Blitz ist eine nette Katze, die
durchaus als Zweitkatze gehalten werden
kann. Blitz kam mit zwei weiteren Katzen
zu uns, nachdem ihr Besitzer verstorben
war. Wie so oft ließen die Verwandten
die Katzen einfach raus, die kommen ja
schon draußen zurecht. Die Nachbarn
sahen das etwas anders und kümmerten
sich vorbildlich. Unter Mithilfe eines
Tierschutzvereines wurden die Katzen
gefangen, kastriert und dann in unsere
Obhut gegeben. |
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