Hallo, ich bin Wirbel. Genau, wie Wirbelwind. Ich bin gerade mal ein halbes Jahr alt und damit quasi noch in der Ausbildung zum großen, selbstbewussten Kater. Wie gesagt, quasi. Eigentlich bin ich nämlich ein furchtloser Tiger. Ehrlich! Nur zur Sicherheit fauche ich aktuell lieber erst einmal alles an, was mir zu nahe kommt. Man weiß ja nie, ob diese riesigen Hände mich streicheln oder mich fressen wollen. Besser safe als sorry, richtig? Also gibt es von mir immer erstmal ein fauchendes „Halt-Abstand-Gebrüll“, während ich mich ganz klein mache.
Dabei meine ich das eigentlich gar nicht so böse, wie es vielleicht klingt. Ich bin einfach noch nicht davon überzeugt, dass Menschen wirklich vertrauenswürdig sind. Bisher dachte ich nämlich, die können hauptsächlich zwei Dinge: Futter hinstellen und Leckerlis verteilen. Und ja, das ist schon mal ein guter Anfang. Aber angeblich können sie noch viel mehr! Streicheln zum Beispiel. Kuscheln. Spielen. Liebe geben. Geduldig sein. Und ganz wichtig: mich in Ruhe kennenlernen, ohne dass ich gleich mein gesamtes Fauchrepertoir vorführen muss. Aber aus meiner Sicht wird das wohl noch eine Weile dauern, schätze ich.
Dass mein eines Vorderpfötchen etwas angewinkelt ist und für euch vielleicht etwas ungewöhnlich aussieht, ist neurologisch bedingt, interessiert mich aber ehrlich gesagt nicht die Bohne! Die tollen Beobachtungsposten hier im Katzenraum erklimme ich nämlich trotzdem – schließlich muss ja jemand hier den Überblick behalten! Aber auch wenn es mir schon echt schwerfällt, muss ich wohl oder übel einsehen, dass aus mir deshalb doch besser mal ein Stubentiger wird und keiner, der draußen durch die Nachbarschaft streift. Schade eigentlich!
Aber bitte, bitte nicht allein! Ich brauche unbedingt einen coolen, sozialen Kumpel in meinem Alter. Jemand, der mir beweist, dass Menschen nicht nur zum Futternapf-Füllen taugen, sondern echt ganz nett sein können und man sie eben nicht immer gleich anspucken muss. Ja, ich verspreche auch, mein Fauchen nach und nach etwas zurückzufahren. Vielleicht. Eventuell. Wir werden sehen.
Wenn du mir ein ruhiges Zuhause bieten kannst und jede Menge Zeit, Liebe, Verständnis und Geduld im Gepäck hast, kommen wir zwei hervorragend klar. Und wer weiß, vielleicht werde ich irgendwann sogar mein Fauchen gegen Schnurren eintauschen – sobald ich mir ganz sicher bin, dass du kein Kater-fressendes Ungeheuer bist!
Also, wie wär´s?
Dein Wirbel
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